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#6 Weshalb uns Resilienz besser durch schwierige Zeiten bringt

Als Resilienz wird die „psychische Widerstandskraft bezeichnet, die Menschen befähigt, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen“. Kurz gesagt: Mit den Widrigkeiten des Lebens umzugehen …

Doch Resilienz ist nicht nur ein geerbtes „Mindset“, sie ist auch erlernbar.

Konsequent angewendet, bringt sie uns besser durch Krisen und belastende Situationen. Das habe ich selbst während einer längeren Krankheitsphase 2023/24 an mir erleben können.

Die Kauai-Studie

Rund ein Drittel der Menschen ist mit angeborenen Fähigkeiten zur Resilienz ausgestattet. Dies belegte 2008 die Kauai-Längsschnittstudie von Emmi Werner und Ruth Smith. Sie wird in der Literatur oft als die älteste und bekannteste Studie zur Resilienz betrachtet. Rund 700 Kinder, alle 1955 auf der Insel Kaui geboren, wurden 40 Jahre lang begleitet und beobachtet. Sie kamen aus asiatischen und polynesischen Familien. Ein Drittel der Kinder lebte mit einer hohen Risikobelastung, wie z. B. chronische Armut, psychisch erkrankte Eltern oder familiäre Disharmonie.

Ein Drittel der Risikogruppe entwickelte sich trotz der hohen Risikobelastung gut und zeigte keine Verhaltensauffälligkeiten. Sie hatten protektive Faktoren wie z. B. eine emotionale Bezugsperson, einen stabilen Familienzusammenhalt, eine hohe Schulbildung, hohe Sozialkompetenzen und positive Selbstwirksamkeitserwartungen.

8 Bausteine für mehr Widerstandsfähigkeit

Resilienz umfasst 8 Schritte, um besser durch herausfordernde Zeiten zu kommen. Diese können aufeinander aufbauend angewendet oder bei Bedarf selektiv genutzt werden. Dieses Schaubild erklärt die einzelnen Bausteine in aller Kürze.

 

Auszug aus dem Resilienz-Training, Gilliar Consulting (c)

Reflexionsfragen:

  • Wie resilient schätzt Du Dich ein?
  • Welcher Baustein ist für Dich herausfordernd?
  • Welche Bausteine bringst Du aktuell in Deiner Führung ein?

Für viele Teilnehmende meiner Trainings ist die „Akzeptanz“ von Veränderungen am schwierigsten. Das ist kein Wunder, denn Akzeptanz ist selten eine Entscheidung „es ist wie es ist“, sondern ein Prozess.

Wie Akzeptanz – auch unter schwierigen Bedingungen – gelingt, beschreibe ich unter anderem am Beispiel von David Behre, einem paralympischen Spitzensportler, in diesem Blog-Artikel.

 

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